>> wir haben folgendes Problem: Wenn wir CD's oder auch DVD's brennen und
>> sie
>> dann an Kunden übermitteln meinen diese (manche, nicht alle), dass sie
>> diese
>> nicht abspielen/wiedergeben können, weil CD's/DVD's die auf Windows Vista
>> gebrannt wurden auf ältern Windows-Versionen oder auch auf MAC-PC's nicht
>> wiedergegeben werden können.... (Inhalt ist unterschiedlich, Daten,
>> Videos,
>> Fotos, etc....) Ist da was Wahres dran?
>
> Da *kann* etwas Wahres dran sein, ja.
> Die Frage ist jetzt: Wie brennt ihr die CD/DVD Medien?
>
> Siehe Microsoft Hilfe:
> http://windowshelp.microsoft.com/Win...06cbe1031.mspx
Sieht so aus, als ob die Medien im Livedateisystem gebrannt wurden. Ist zwar
komfortabel, weil Windows dann die Dateien direkt auf den Datenträger
schreibt. Der Haken ist aber, dass der Datenträger dabei im UDF-Dateisystem
formatiert wird. Solche Datenträger können nur dann gelesen werden, wenn im
Betriebssystem ein UDF-Reader vorhanden ist (ist bei Win XP und Vista der
Fall - das gleiche Problem haben übrigens Nero-Nutzer, wenn sie mit InCD
werkeln).
Ein weiterer Haken könnte noch die Brenneinstellung sein, dass die
UDF-Session beim Auswurf des Mediums nicht automatisch abgeschlossen werden
soll. Hat den Vorteil, dass die Netto-Kapazität des Datenträgers besser
ausgenutzt werden kann, weil nicht ständig Lead-Outs zu schreiben sind. Die
Session lässt sich aber nachträglich per Kontextmenü des Brennersymbols
abschließen. Da aber manche Kunden die Datenträger lesen können, halte ich
letzteres nicht für die Ursache.
Die Lösung: Sobald Windows den Dialog zur Eingabe der Datenträgerbezeichnung
anzeigt, diesen Dialog über die angezeigte Schaltfläche erweitern. Dann kann
im erweiterten Dialogfeldteil zwischen Livedateisystem und Mastered gewählt
werden. Masterd benutzt eine ISO 9660-Formatierung und beschreibt den
Datenträger im Multisession-Modus. Dann muss nur daran gedacht werden, dass
die Zusammenstellung, die zum Brenner gezogen wurde, über die
Brennen-Schaltfläche des Ordnerfensters als Session gebrannt werden muss.
Windows schließt dabei die Session automatisch ab und der Datenträger sollte
auf allen Rechnern lesbar sein. Wenn es hier Probleme gibt, liegt dies IMHO
an sehr alten CD-Laufwerken, die nur dann den Datenträger erkennen, wenn
dieser komplett abgeschlossen (finalisiert) ist. Da Windows Vista meines
Wissens ein Finalisieren des Datenträgers nicht unterstützt, sondern nur
Sessions über ein Lead-Out abschließt, wäre man in diesen seltenen Fällen
auf Brennprogramme von Drittherstellern angewiesen.
PS: Die ganzen Probleme lassen sich übrigens vermeiden, wenn der Anwender
konsequent auf ein Brennprogramm von Drittherstellern setzt. Gibt neben Nero
noch einige andere, freie, Brennprogramme, die das ohne viel Schnickschnack
erledigen (sollen). Hab mich gestern wieder selbst "erwischt", dass ich
während der Datensicherung genervt zu Nero Burning Rom gewechselt bin, weil
bei den Windows-Build-In-Brennfunktionen nicht so ganz klar war, welches
Dateisystem nun konkret beim Formatieren benutzt wurde und ob wirklich alle
Daten korrekt auf dem Datenträger abgelegt wurden. IMHO hat Microsoft mit
den internen Brennfunktionen und durch die Namenswahl der benutzten Modi
keine besonders glückliches Händchen gehabt. Aber das mag jeder sehen wie er
lustig ist.
Gruß
G. Born