Hallo Thomas Steinbach,
"Thomas Steinbach"
steinbach@gmx-topmail.de schrieb:
>> vielleicht ist es an der Zeit, einmal die Frage andersherum zu
>> stellen. Was erwartest Du von einer *vollständigen*
>> Defragmentierung? Mal abgesehen davon, dass im laufenden Betrieb
>> sofort wieder Fragmentierung eintritt.
>
> Einen beschleunigten Dateizugriff...
der Vorteil ist in diesem Beispiel marginal, vermutlich kaum
messbar.
>
>> Es macht technisch keinen Sinn, >64MB große Teile von Dateien
>> zusammenzufassen, weil der IO-Overhead in keinem Verhältnis zu dem
>> geringen
>> Aufwand steht, den nächsten 64MB Block anzusteuern.
>
> Woher weisst du das?
> Kannst du in die Hardware _und_ Software der
> Festplatte hineinschauen?
Nein. Aber das muß man auch nicht. Schau. Wenn Du einen 64MB Block
von einer Stelle liest und dann die nächsten 64MB von einer anderen,
dann mußt Du einmal den Kopf umpositionieren. Das ist noch nicht
mal ein full seek über die ganze Platte. Genau kann das keiner
sagen, da das von Fall zu Fall unterschiedlich ist, da die Daten ja
irgendwo liegen können. Du kannst aber davon ausgehen, dass Du eine
halbe bis eineinhalb Platenumdrehungen zum positionieren brauchst.
Wir reden hier also von ca. 5-20ms.
Danach kannst Du dann die 64MB am Stück lesen, ohne den Kopf neu
positionieren zu müssen. Verglichen mit der Zeit, die Du für dieses
Lesen brauchst, spielt der eine Seek für die Ansteuerung des Blocks
keine Rolle.
> Ich denke schon das in der Regel die Festplatten auf eine
> eher "fluessiges" Auslesen der Dateien ausgelegt sind, denn
> das hin- und herspringen duerfte je nach Fall eine "Menge"
> Zeit kosten.
Das ist das Prinzip der Defragmentierung. Du glaubst nur, dass nur
eine *vollständige* Defragmentierung sinnvoll ist. Es ist aber das
Gegenteild er Fall - eine partielle Defragmentierung, also eine
*gut genug* Defragmentierung ist sinnvoller. Du verringerst den Aufwand
für die Defragmentierung selbst und Du verminderst drastisch Probleme
im Begug auf Schattenkopien, die ja blockbasierend arbeiten.
*Vollständige* Defragmentierungen sind zum Beispiel kontraproduktiv
für Schattenkopien.
> Es stuende dann ja auch die Frage im Raum:
> Wenn es keinen Sinn machen wuerde, ja warum gibt
> es dann diesen "-w" Schalter?
Es gibt viele Dinge, die eigentlich keinen Sinn machen, aber vom
Anwender gewünscht werden ;-) So wie Du willst, dass nach der
Defragmentierung *alles* als defragmentiert angezeigt wird.
Viele Grüße!
--
..

aniel Melanchthon:.
http://blogs.technet.com/dmelanchthon
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Koinzidenz begründet keine Korrelation und ist kein Beweis für Kausalität!