Lina Rudin schrieb:
>>> Da die Löschprogramme Dateien bis zu 32 mal überschreiben, damit sie
>>> wirklich gelöscht sind, kann man doch vielleicht mit einem bestimmten
>>> Programm die Worddatei auch wieder retten?
>>
>> Nein, das wäre eher aussichtslos. In verschiedenen Tests haben diverse
>> Zeitschriften festgestellt, dass einmaliges Überschreiben ausreicht,
>> eine Datei unlesbar zu machen - jedenfalls solange man sie als Datei
>> verwenden will und nicht mit einzelnen Bytes zufrieden ist.
>
> Davon ging ich bisher auch aus.
>
> Die aktuelle c't Jubiläumsausgabe 24/2008 schreibt auf S 210 in der
> Beschreibung zu "Protect Data Shredder" schreibt uA:
> "Mit forensischen Methoden ist es sogar möglich, mehrfach
> überschriebene Daten auf der Festplatte zu restaurieren".....
>
> Also vermutlich haben die vom Werbetext des Software-Herstellers
> abgechrieben, oder?
Was erwartest Du hier für eine Antwort?
Wenn jemand sagt, "Ja ist sicher" und Du Dich wie auch immer darauf
verlässt und man dann Daten von Dir wiederhergestellt hat - was dann?
Physikalisch ist eben Magnetismus und je nach Aufwand mag es möglich sein,
bspw. mit Elektronenmikroskopen und anderen Geräten etwas zu erreichen.
Bei Sicherheit geht es darum eine Hürde aufzubauen. Der Angreifer muss dann
abwägen, wie groß der Aufwand ist, diese Hürde zu umgehen. Wenn jemand
denkt, dass das Ergebnis den Aufwand rechtfertigt... Pech für Dich.
Nicht umsonst gibt es Firmen die sich darauf spezialisiert haben,
Festplatten zu zerschreddern...
Wenn auf einem Datenträger also Daten waren, die *nie* - unter *keinen*
Umständen irgendwann einmal jemand anderes zu Gesicht bekommen darf, musst
Du den Datenträger komplett zerstören (alleine schon, weil Du nicht weißt,
wie weit die Technik in 10j ist).
Ansonsten greift man eben zu Datenschreddern - hier muss man dann eben auch
abwägen, wie "sicher" man gehen will. Möchte man bestmögliche Ergebnisse,
sollte man sich an Standards orientieren...
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Grüße,
Thomas