Hi Christoph, hallo Mitlesende,
Christoph Kögler schrieb:
> Ich entschuldige mich im Vorraus dafür, hier einen neuen
> Thread aufzumachen, aber der alte ist inzwischen so lang
> geworden, das der T-Online Mailserver damit Probleme
> hat.
ich glaube, dass das der Lesbarkeit und dem Fortschritt des Threads sehr
zuträglich ist. (oh my god, ja, ich schreib immer so geschwollen)
Geiles Ding das, ich hab mich zwischenzeitlich selbst nicht getraut,
einfach mal die Diskussion auf obere Ebene zu hieven. Daher: DANKE!
> Daniel Melanchthon [MS] schrieb:
>
>> als Systemadministrator hast Du nicht automatisch alle Rechte,
>> sondern das Recht, Dir alle Rechte geben zu können. Ein
>> kleiner, aber feiner Unterschied.
>
> Sorry, aber in meinen Augen ist das eben der falsche Ansatz
> das Problem zu lösen.
Ich hab mal in einem persönlichen Diskurs etwas gehabt, was in etwa in
die gleiche Kerbe schlägt:
Wenn man die Möglichkeit hat, etwas zu verändern, hat man auch
gleichzeitig die Verpflichtung dazu, etwas zu verändern?
Kurzer Exkurs in Philosophie des Altertums. Wenn jemand vor Urzeiten
gesagt hat: He, schau mal, ist das nicht möglicherweise nicht so, wie Du
sagst, sondern.... so wurde er gesteinigt. Beispiele wären das
Höhlengleichnis (was vermutlich die meisten noch kennen) und andere.
IMHO ist es schon der richtige Ansatz, dass der Schreiber der Software,
namentlich des Betriebssystems Windows Vista, den Benutzer davor
schützt, den Ast, auf dem er selbst sitzt, abzusägen.
Doch das mag nur meine Meinung sein, daher nach hinten geschoben
Ich halte das Vorgehen von Vista sehr vorbildlich. Es schützt den
Unwissenden vor sich selbst. Die Wissenden können sich ihre Mündigkeit
selbst "herbeibeschwören".
>> Warum das so ist? Unter XP arbeiten die meisten als
>> Administratoren. Viele halten das für ein Problem. Mit Vista
>> kann der Benutzer weiterhin als Administrator arbeiten und
>> wird trotzdem geschützt. Er ist nur dort Admin, wo er es
>> braucht.
>
> Es ist kein gutes Gefühl, vom Betriebssystem per Default
> entmündigt zu werden und sich die Rechte durch die
> Hintertür wieder beschaffen zu müssen.
>
> Ich wüsste da was Besseres:
>
> Das System bootet im Default im Usermodus, die Oberfläche
> sieht im Administrator Modus anders aus, es gibt Warnhinweise
> die ein normales Arbeiten im Usermodus empfehlen.
So z.B. habe ich es meiner Mutter auf ihrem Notebook beigebogen.
Benutzeroberfläche auf klassik, Hintergrund auf rot und die
Fensterfarben auf grell. Ihrem IE als Proxy 127.0.0.1:1337 außer für
update.microsoft.com gegeben, sodass sie da nix browsen kann. Sie kommt
perfekt klar.
> Man kann sich seine Anwender auch dazu erziehen, nicht
> ständig alles als Admin zu machen, statt einfach den Admin
> im Default einzuschränken.
Einerseits ACK, andererseits o_O ?
Vista schränkt (eeeeeendlich mal) per Default ein.
Gut, 2003 .NET Server hat auch per default eingeschränkt, aber das ist
ja auch kein Endbenutzersystem. Dennoch habe ich mich darüber gefreut.
>>> Gebe ich auf meiner Suse den Befehl SU, gefolgt von meinem
>>> Root Passwort ein, bin ich auf der Kiste auch der liebe Gott.
>> Vista ist aber nicht Linux. Da gibt es noch wesentlich mehr Unterschiede.
>
> Das ist schon richtig. Der FC Köln und Allemannia Aachen
> sind auch verschiedene Vereine, aber beide spielen in der
> zweiten Liga.
Zum Fußball zurückkommend: Liga....
Ich glaube, das wird noch interessant *popcornhinstell*
> In der ersten Liga hingegen spielt für mich Windows XP,
> das ist also quasi der FC Bayern unter den Betriebs-
> systemen...
die ja beinahe gegen einen Drittligisten verloren hätten... doch das
geht, was meine Meinung angeht, offtopic.
>> Du hast schon im Startposting nicht kritisiert, sondern polemisiert.
>
> Nun ich würde sagen, ich habe meine Kritik emotional und Polemisch
> vorgetragen, das mag schon sein. Ich war einfach von Vista ziemlich
> enttäuscht, nachdem es auch auf der neuesten Hardware nicht flott
> genug läuft und dann auch noch allerlei Probleme auftreten.
>
>> Warum sollte Dir dann jemand darauf konstruktiv antworten?
>
> Es gab diverse konstruktive Antworten und es entwickelte sich eine
> lange Diskussion.
eine sehr interessante, wie ich finde - und auch - gut, die NG
"Dateisystem" passt vermutlich nicht mehr so ganz, eine m.p.d.w.v.talk
wäre hier angebrachter... auch noch - so hoffe ich - interessant
fortgesetzt wird.
Polemik ist toll. Quasi eine Form von "teasing", den Herrn Gegenüber zu
fordern. Genauso wie der "Advocatus Diaboli" auch ganz geeignet ist, im
fortgeschritteneren Verlauf einer Diskussion die Parteien dazu bringt,
Zunder in ihre Argumente zu bringen.
Ich finde die Diskussion bislang sehr gelungen und nicht aus dem Ruder
gelaufen, daher: Bin wieder drin.
>> Jeder, der hier antwortet, macht das freiwillig (mich eingeschlossen).
>
> Das ist mir bewusst, genauso wie die Tatsache, das dies ein Vista
> Forum ist und mir daher bei meiner Kritik durchaus auch ein
> gewisser Wind entgegen wehen tut.
>
>>> Leider sind sie ja auf die anderen Punkte nicht weiter eingegangen,
>>> ich muss aber zusammenfassen, das ich von Vista bisher sehr
>>> enttäuscht bin.
>> Ich habe aufgehört, den Rest davon zu lesen.
>
> Wieso? Stand zuviel Kritik darin?
Ich für meinen Teil war zwischenzeitlich raus, weil es etwas ins OT zu
driften schien. Whatever, alles nachgeholt.
>> Wenn Du Antworten haben willst, solltest Du Dich an die Netiquette halten
>> und vielleicht einfach sachlich fragen.
>
> Ich glaube nicht, das ich die Nettiquette verletzt habe.
> Kritik und ein wenig Polemik sind vieleicht nicht immer
> angenehm zu lesen, aber sicher kein Verstoß gegen die
> Netiquette.
me neither. Polemik ist ein sehr schönes Stilmittel, doch leider führt
es mitunter dazu, dass sich die Diskussionsteilnehmer persönlich davon
beleidigt fühlen und nicht, dass sie angespornt werden, ihre eigene
Position zu festigen. (nochmal zur NG: da wäre eine m.p.d.w.v.talk
angebrachter, aber nichts desto trotz finde ich das Gespräch nett)
In Freude auf einen fröhlichen, weiteren Diskurs auf rationaler Ebene,
Andi